WHG-FACHBETRIEBS- Schulung

15. - 16.10.2026

Jetzt anmelden
Schulung

25.08.2026

Autor:
Dr. Martin Haberl
Geschäftsführer

Was kostet eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Die Kosten einer externen Fachkraft für Arbeitssicherheit lassen sich seriös erst berechnen, wenn Betreuungsmodell, Beschäftigtenzahl, Tätigkeiten, Gefährdungen und gewünschte Leistungen bekannt sind. Ein reiner Stundensatz sagt deshalb wenig über das Gesamtbudget aus. Entscheidend ist, welche Aufgaben regelmäßig anfallen und wie gut der Betrieb bereits organisiert ist.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Kosten richten sich nach Pflichtumfang und tatsächlichem betriebsspezifischem Betreuungsbedarf.
  • Branche, Gefährdungen, Standorte, Schichtsystem und vorhandene Dokumentation beeinflussen den Aufwand.
  • Vor-Ort-Zeiten, Vorbereitung, Dokumentation, Fahrtkosten und Zusatzleistungen sollten im Angebot klar getrennt sein.
  • Ein günstiger Stundensatz kann teuer werden, wenn Leistungsumfang, Reaktionszeiten oder Maßnahmenverfolgung fehlen.
  • Ein belastbares Angebot setzt eine strukturierte Bedarfsklärung voraus.

Welche Faktoren bestimmen den Preis?

Betriebsgröße und Betreuungsmodell

Die Beschäftigtenzahl und die für den Betrieb geltende DGUV Vorschrift 2 bilden einen wichtigen Rahmen. Bei der Regelbetreuung größerer Betriebe werden Grundbetreuung und betriebsspezifische Betreuung betrachtet. Bei kleineren Betrieben kann eine andere Betreuungsform gelten. Daraus ergeben sich unterschiedliche wiederkehrende Aufgaben.

Tätigkeiten und Gefährdungen

Ein Verwaltungsbetrieb mit überschaubaren Gefährdungen benötigt in der Regel andere fachliche Schwerpunkte als eine Produktion mit Maschinen, Gefahrstoffen, Lärm oder Schichtarbeit. Auch Baustellen, Montageeinsätze, Fahr- und Transporttätigkeiten oder viele wechselnde Arbeitsplätze erhöhen häufig den Abstimmungs- und Begehungsbedarf.

Zahl der Standorte und Organisation

Mehrere Standorte, unterschiedliche Verantwortliche oder dezentrale Teams erfordern mehr Koordination. Kosten entstehen nicht nur durch Begehungen, sondern auch durch Terminplanung, Auswertung und die Nachverfolgung vereinbarter Maßnahmen.

Ausgangslage der Dokumentation

Aktuelle Gefährdungsbeurteilungen, klare Zuständigkeiten und ein gepflegtes Maßnahmenmanagement senken den anfänglichen Aufwand. Fehlen Dokumente oder bestehen längere Rückstände, ist zunächst eine Bestandsaufnahme mit Priorisierung erforderlich.

Prüfung der Arbeitsschutzdokumentation als Faktor für den Betreuungsaufwand

Welche Leistungen sollte ein Angebot abbilden?

Ein transparentes Angebot beschreibt mindestens:

  • den zugrunde gelegten Betreuungsumfang,
  • regelmäßige Beratung und Vor-Ort-Begehungen,
  • Unterstützung bei Gefährdungsbeurteilungen,
  • Teilnahme an ASA-Sitzungen, soweit erforderlich,
  • Beratung bei Änderungen, Beschaffungen und besonderen Ereignissen,
  • Unfallanalyse und Maßnahmenverfolgung,
  • Dokumentation und Berichterstattung,
  • Erreichbarkeit, Reaktionszeiten und Vertretung,
  • mögliche Zusatzkosten, etwa für Fahrten oder Sonderprojekte.

Pauschale oder Abrechnung nach Aufwand?

Eine Betreuungspauschale schafft Budgetklarheit, wenn wiederkehrende Leistungen und Grenzen sauber definiert sind. Eine Abrechnung nach Aufwand bleibt flexibel, kann aber stärker schwanken. Häufig ist eine Kombination sinnvoll: planbare Grundleistungen werden regelmäßig vereinbart, besondere Projekte nach vorheriger Freigabe zusätzlich abgerechnet.

Welches Modell passt, hängt von der Stabilität des Betriebs ab. Bei einer zunächst unklaren Ausgangslage kann eine separat beauftragte Bestandsaufnahme sinnvoll sein. Danach lässt sich die laufende Betreuung genauer kalkulieren.

So lassen sich Angebote fair vergleichen

Vergleichen Sie nicht nur Preise, sondern denselben Leistungsumfang. Prüfen Sie, wie viele Vor-Ort-Termine vorgesehen sind, wer Dokumente erstellt, wie offene Maßnahmen verfolgt werden und welche Leistungen ausdrücklich nicht enthalten sind. Ebenso relevant sind Qualifikation, Branchenerfahrung, Vertretungsregelung und die Fähigkeit, mit Betriebsarzt und internen Verantwortlichen zusammenzuarbeiten.

Angebot von IBQ Prüfservice anfragen

Für ein passendes Angebot benötigt IBQ Prüfservice Angaben zu Beschäftigtenzahl, Branche, Standorten, Tätigkeiten, besonderen Gefährdungen, vorhandener Betreuung und aktuellem Handlungsbedarf. Auf dieser Grundlage lässt sich ein nachvollziehbarer Leistungsumfang für Ihre Arbeitssicherheit statt einer unverbindlichen Pauschalschätzung entwickeln.

Kontakt und Anfrage

FAQ

Gibt es einen festen Preis pro Beschäftigtem?

Ein pauschaler Preis pro Kopf bildet die Unterschiede zwischen Branchen und Betrieben meist nicht ausreichend ab. Beschäftigtenzahl, Betreuungsgruppe, Gefährdungen und konkrete Aufgaben müssen gemeinsam betrachtet werden.

Sind Fahrtzeiten und Dokumentation im Preis enthalten?

Das ist eine Vertragsfrage. Ein Angebot sollte klar ausweisen, ob Fahrtzeit, Kilometer, Vor- und Nachbereitung, Protokolle sowie Maßnahmenlisten enthalten oder zusätzlich abzurechnen sind.

Spart eine externe FASI automatisch Kosten?

Nicht automatisch. Sie kann jedoch bedarfsgerechte Kapazität bereitstellen, ohne eine eigene Stelle dauerhaft aufzubauen. Entscheidend ist, dass Umfang und Qualität der Betreuung zum Betrieb passen.

25.08.2026

Autor:
Dr. Martin Haberl
Geschäftsführer

Dr. Martin Haberl