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Kosten einer DGUV V3 Prüfung
Die Kosten einer DGUV-V3-Prüfung lassen sich nicht seriös mit einem einheitlichen Preis pro Gerät beantworten. Ein einfacher Prüfling in einem gut vorbereiteten Büro verursacht einen anderen Aufwand als eine Maschine in der Produktion oder ein Gerätebestand, der zunächst erfasst und geordnet werden muss.
Für ein belastbares Angebot benötigt ein Prüfservice daher Angaben zu Anzahl, Art, Standorten und Zugänglichkeit der Betriebsmittel sowie zum gewünschten Umfang der Dokumentation. Der Preis hängt wesentlich vom erforderlichen Ablauf und Prüfumfang der DGUV-V3-Prüfung ab.
Welche Faktoren beeinflussen den Preis?
Anzahl und Art der Betriebsmittel
Eine größere Zahl gleichartiger, gut zugänglicher Geräte lässt sich meist effizienter organisieren als ein kleiner, über mehrere Gebäude verteilter Bestand. Maschinen, Schweißgeräte oder ortsfeste Anlagen erfordern andere Prüfverfahren und einen anderen Zeitaufwand als typische Bürogeräte.
Für eine belastbare Kalkulation muss deshalb zunächst erfasst werden, welche Geräte geprüft werden müssen.
Qualität der Inventarliste
Sind Geräte bereits eindeutig gekennzeichnet und in einer aktuellen Liste erfasst, kann die Prüfung direkt zugeordnet werden. Fehlen Inventarnummern, Standorte oder Gerätekategorien, entsteht zusätzlicher Aufwand für Erfassung und Datenbereinigung.
Zugänglichkeit und betriebliche Abläufe
Geräte müssen für die Prüfung verfügbar und gegebenenfalls kurzzeitig vom Netz getrennt werden können. Schichtbetrieb, Sicherheitsbereiche, Zugangsbeschränkungen oder viele einzelne Nutzerarbeitsplätze beeinflussen die Terminplanung.
Prüfverfahren und besondere Betriebsmittel
Schutzklasse, Bauart, Anschlussart und Herstellerangaben bestimmen, welche Prüfungen möglich und erforderlich sind. Sondergeräte, elektronische Komponenten oder schwer trennbare Betriebsmittel können zusätzliche Vorbereitung und fachliche Bewertung verlangen.

Dokumentation und Datenübergabe
Zum Leistungsumfang kann neben dem Prüfprotokoll auch die Inventarisierung, Kennzeichnung, digitale Datenübergabe oder Zuordnung zu Kostenstellen und Standorten gehören. Unternehmen sollten vorab klären, in welchem Format sie die Daten für ihre weitere Prüfplanung benötigen.
Warum sind pauschale Niedrigpreise schwer vergleichbar?
Ein Preis pro Prüfling sagt wenig aus, wenn unklar bleibt, welche Leistungen enthalten sind. Für einen fairen Vergleich sollten Unternehmen prüfen:
- Ist die Anfahrt enthalten?
- Werden Geräte erfasst und eindeutig gekennzeichnet?
- Welche Gerätetypen deckt der Preis ab?
- Sind Messwerte und Prüfergebnisse vollständig dokumentiert?
- Wie werden Mängel behandelt und kommuniziert?
- Ist eine digitale Datenübergabe vorgesehen?
- Wer stellt die Geräte bereit und koordiniert die Arbeitsbereiche?
Entscheidend ist nicht der niedrigste Einzelpreis, sondern ein klar definierter Leistungsumfang, der zur betrieblichen Situation passt. Ein fachgerechtes Angebot muss außerdem berücksichtigen, wer die DGUV-V3-Prüfung durchführen darf und welche Qualifikation für die Betriebsmittel erforderlich ist.

Welche Angaben benötigt IBQ für ein Angebot?
Für eine erste Kalkulation helfen folgende Informationen:
- ungefähre Anzahl der Betriebsmittel
- Gerätearten und besondere Anlagen oder Maschinen
- Zahl und Adressen der Standorte
- vorhandene Inventar- oder Prüflisten
- gewünschter Zeitraum und mögliche Prüfzeiten
- Anforderungen an Prüfprotokolle und Datenformat
- besondere Zugangs- oder Sicherheitsbedingungen
Auf dieser Grundlage kann IBQ Prüfservice den voraussichtlichen Aufwand einordnen und ein auf den Gerätebestand abgestimmtes Angebot erstellen. Vorhandene Prüfergebnisse und festgelegte DGUV-V3-Prüffristen helfen, den wiederkehrenden Aufwand genauer zu kalkulieren.